Laufband oder Walking Pad? MERACH gegen Superun
Diese beiden Geräte werden im selben Regal verkauft und lösen verschiedene Probleme. Wer sie über den Preis vergleicht, kauft mit hoher Wahrscheinlichkeit das falsche.
Werbelink. Kaufst du über diesen Link, erhalten wir als Amazon-Partner eine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich. Wir haben dieses Gerät nicht selbst getestet — die Einschätzung beruht auf Herstellerangaben und öffentlich einsehbaren Käuferbewertungen. So arbeiten wir.
Angaben im Vergleich
Herstellerangaben aus den Händlerlistings. Ein Strich bedeutet: für dieses Gerät ist der Wert nicht angegeben — nicht, dass er null wäre.
| MERACH | Superun | |
|---|---|---|
| Max. Geschwindigkeit | 12 km/h | — |
| Steigung | bis 15 %, automatisch | — |
| Motor | 2,5 PS | 2,5 PS |
| Belastbarkeit | bis 136 kg | bis 159 kg |
| Lauffläche | — | 90 cm |
| Extras | — | LED-Display, App-Steuerung |
Die Lauffläche entscheidet, nicht der Motor
Das Superun bringt 90 cm Lauffläche mit — das ist eine Gehstrecke. Beim Joggen verkürzt sich der Schritt unwillkürlich, weil das Ende der Matte im Blick bleibt. Das MERACH ist als Laufband gebaut und lässt einen freieren Schritt zu. Diese Zahl lässt sich später nicht ändern, die Ausstattung schon.
Automatische gegen manuelle Steigung
Beide bieten Steigung, aber unterschiedlich nutzbar: Das MERACH verstellt bis 15 Prozent im laufenden Programm, das Superun stellt eine feste Neigung ein. Für Intervalle bergauf ist die automatische Verstellung der ganze Unterschied — sonst steigt man alle vier Minuten ab.
Wo das Gerät steht, wenn es nicht benutzt wird
Ein Walking Pad verschwindet unter dem Schreibtisch oder dem Sofa und ist in zehn Sekunden einsatzbereit. Ein klappbares Laufband steht senkrecht an der Wand, wiegt deutlich mehr und will aufgestellt werden. Das klingt nach einer Nebensache und ist in der Praxis der häufigste Grund, warum ein Gerät benutzt wird oder nicht.
Der Nachbar unter Ihnen
Joggen erzeugt Aufprall, und Aufprall wandert durch die Decke. Gehen erzeugt kaum welchen. Wer im Obergeschoss wohnt, verschiebt die Entscheidung damit spürbar Richtung Walking Pad — und braucht in beiden Fällen eine Dämpfungsmatte.
Fazit
Wollen Sie Schritte sammeln, im Homeoffice in Bewegung bleiben und gelegentlich zügig bergauf gehen, ist das Superun das richtige Gerät und das MERACH überdimensioniert. Wollen Sie laufen — auch nur zweimal pro Woche zwanzig Minuten — führt kein Weg an der größeren Lauffläche vorbei; ein Walking Pad wird diese Erwartung nicht erfüllen, egal wie gut die Bewertungen sind.
Für: Gehen, Homeoffice, Schritte sammeln
Für: Laufen, Steigungsintervalle, strukturiertes Ausdauertraining
Passende Ratgeber
- Laufband kaufen: die vier Zahlen, auf die es ankommt
Motorleistung, Lauffläche, Steigung, Belastbarkeit — welche Angaben beim Laufbandkauf wirklich etwas aussagen und welche reines Marketing sind.
- Home Gym ohne Ärger: Schallschutz in der Mietwohnung
Welche Geräte im Mehrfamilienhaus funktionieren, was Körperschall von Luftschall unterscheidet und welche Maßnahmen wirklich etwas bringen.
- Alle Laufbänder im Überblick