Muss es der Concept2 sein? RowErg gegen Magnetruderer
Kaum eine Kaufentscheidung im Home Gym hat ein so großes Preisgefälle: Der Concept2 RowErg kostet ungefähr das Vier- bis Fünffache eines gut ausgestatteten Magnetruderers. Beide rudern. Die Frage ist, wofür man den Unterschied bezahlt.
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Angaben im Vergleich
Herstellerangaben aus den Händlerlistings. Ein Strich bedeutet: für dieses Gerät ist der Wert nicht angegeben — nicht, dass er null wäre.
| Concept2 | MERACH | |
|---|---|---|
| Widerstand | Luft | Magnet, 16 Stufen |
| Ausführung | Standardbeine | — |
| Monitor | PM5 | — |
| Schiene | — | Doppelschiene |
| Extras | — | App-Steuerung, elektrisch verstellbar |
Der Widerstand fühlt sich unterschiedlich an — und das ist der Kern
Der RowErg bremst über ein Windrad: Wer schneller zieht, bekommt mehr Widerstand. Das bildet nach, was auf dem Wasser passiert, und belohnt einen kraftvollen Antritt. Der Magnetruderer hält den eingestellten Widerstand über den ganzen Zug konstant. Für Intervalle nach Stufen ist das sogar praktischer, für Techniktraining weniger nah am Original.
Vergleichbare Werte gibt es nur bei einem der beiden
Der PM5-Monitor des Concept2 liefert Wattwerte, die weltweit als Vergleichsgröße gelten — Ergo-Ranglisten, Vereinstraining und Wettkampfvorbereitung beruhen darauf. Die Monitore der Magnetgeräte zeigen ebenfalls Zahlen, aber die sind nur mit sich selbst vergleichbar. Wer nie mit anderen vergleichen will, verliert dadurch nichts.
Lautstärke kehrt die Rangfolge um
Das Windrad rauscht deutlich hörbar. In einer Mietwohnung mit dünnen Wänden und Training nach 20 Uhr ist der Magnetruderer nicht der Kompromiss, sondern die bessere Wahl — er ist so leise, dass das lauteste Geräusch die Sitzrolle bleibt.
Langlebigkeit und Wiederverkauf
Der RowErg steht seit Jahrzehnten in Ruderclubs, Ersatzteile gibt es über Jahre, und gebrauchte Geräte halten ihren Preis auffällig gut. Bei Magnetruderern der Einstiegsklasse ist die Sitzrolle das Teil, das in Bewertungen zuerst auftaucht, und ein Wiederverkaufsmarkt existiert praktisch nicht. Rechnet man den Wiederverkaufswert gegen, schrumpft der Preisabstand — er verschwindet aber nicht.
Fazit
Wer zwei- bis dreimal pro Woche rudert, um fit zu bleiben, bekommt mit einem magnetischen Rudergerät das passendere Gerät: leiser, günstiger, für Intervalle sogar bequemer einzustellen. Der Concept2 lohnt sich, wenn Rudern die Hauptsportart ist, wenn Leistungswerte vergleichbar sein sollen, oder wenn das Gerät über zehn Jahre laufen soll. Die Zwischenlösung — ein teures Luftgerät, das nicht Concept2 ist — ist meistens die schlechteste der drei Optionen.
Für: Fitnessrudern zwei- bis dreimal pro Woche, Mietwohnung
Für: Rudern als Hauptsport, Wettkampf, Leistungsvergleich
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